In die Lüfte mit gedruckten Bauteilen

Zu den am häufigsten angewandten Methoden der Produktion zählen additive Fertigungsverfahren. Dabei bietet der 3D-Druck ungeahnte Möglichkeiten. Auch die Branche der Luftfahrtindustrie ist einem stetigen Wandel unterlegen. Insbesondere im Bereich der Fertigungs- und Logistikstrukturen. Revolutionär ist dabei die Tatsache, dass zukünftig Bauteile für die Luftfahrt vom Flugzeugbauer selbst hergestellt werden, via 3D-Druck.

 

Ersatzteile schnell, präzise und ohne Stauraum

Gegenwärtig wird der Flugzeughersteller von Zulieferern über Just-in-Time-Lieferungen versorgt und ist von diesem abhängig. Ein Ausfall führt hier zu einem Störungsmechanismus in der gesamten Fertigung.

Verbesserung verspricht hier das „additive Manufacturing“. Dieses Verfahren ist simpel, denn die Technologie des 3-D-Drucks fügt Schicht um Schicht einzelne Segmente mittels eines Metallpulvers zusammen. Nach der Aushärtung ist die benötigte Komponente fertiggestellt.

Die additive Fertigung ist ein physikalisches sowie chemisches Verfahren und wird als additive Manufacturing bezeichnet. Hierbei werden dreidimensionale Schichtstücke aus Keramik, Kunststoff oder Metall aufgebracht. Diese werden erhitzt und ausgehärtet. Das Potenzial von 3-D-Druckmaschinen wurde bereits durch Firmen wie „General Electric“ erkannt und Boeing und Airbus betreiben ebenfalls das additive Manufacturing.

Die am häufigsten verwandten additiven Fertigungsverfahren der Industrie

  • das Selective Laser Sintering (SLS) – Verfahren, bei dem die Schichten mit Pulver mittels CO2-Laser unter einer Schutzatmosphäre erstellt werden. Verarbeitet werden Metall, Kunststoff, Sand und Keramik
  • die Stereolithografie (SLA) – Verwendet werden flüssige Kunststoffe wie Acryl- oder Epoxidharz. In einem Behälter, gefüllt mit flüssigen Photopolymeren, werden die Layer des 3-D-Modells schichtweise durch einen Laser aufgebracht. Zum Schluss wird der Rohling in eine Dunkelkammer zum Aushärten verbracht. Eine Nachbearbeitung ist nicht notwendig da die Erstellung des Objekts nahtlos erfolgt.
  • das additive Manufacturing mit Perspektiven, das direkte Metall-Laser-Sintern (DMLS) – Hier entsteht das Objekt schichtweise. Es gilt als schnelles Produktionsverfahren, bei dem vor allem Stahl- und Bronzepulver eingesetzt wird. Die Produktion ist jedoch von einer hohen Rissanfälligkeit geprägt.

Die Flugzeugbranche hat das dreidimensionale Metalldruckverfahren schon längst für sich entdeckt. Mit Hilfe derer können beispielsweise Unternehmen wie Airbus und Boeing, problemlos Turbinen- oder auch Triebwerkskomponenten herstellen. Auch Sonderanfertigung können so schnell umgesetzt werden. Somit ist dieses Verfahren die Technologie der Zukunft. Zumal sämtliche Komponenten vor Ort produziert werden können, kein hohes Eigengewicht aufweisen und so zusätzlich den Treibstoffverbrauch sowie CO2-Ausstoß reduzieren

Deine Helden im Wohnzimmer

Wer einen Star wie Bastian Schweinsteiger, Lady Gaga, Helene Fischer oder Robbie Williams verehrt, der gibt gerne sein Geld für Merchandise Artikel wie T-Shirts, Poster oder Bettwäsche aus. Ganz besondere Fanartikel kannst du dir nun aber über die aufstrebende Firma Staramba ordern. Du neben deinem Star als Figur? Dies macht sich nicht nur super als Andenken im Schrank, sondern ist ein einzigartiger Fanartikel.

Dein Held in deinem Zuhause

Christian Dauert, der damals noch als Vermögensberater für Fußballprofis tätig war, kam 2014 auf die Idee, ein völlig neues Merchandise-Produkt auf den Markt zu bringen. 3D-Drucker revolutionierten zu dieser Zeit die Technik Welt mit einer völlig neuen Prozedur, die es möglich macht mit mehr als 140 Aufnahmen, ein detailgetreues Abbild eines jeden Körpers zu produzieren.

Doch nicht nur kann man sich dank dieser neuen Technik den verehrten Star ins heimische Regal stellen, mit wenigen Kniffen am Computer können die Spezialisten eine Vorlage kreieren, auf der der Fan gemeinsam mit seinem Star zu einer 3D-Figur produziert werden kann.

Linkin Park waren die ersten Stars

Die Crossover Rocker von Linkin Park boten erstmals auf ihrer Tour durch die USA das ungewöhnliche Merchandise an. Gemeinsam mit dem Berliner Unternehmen Staramba boten die Künstler auf ihren Shows 3D-Figuren an, die in drei unterschiedlichen erhältlich waren. Die Fans konnten sich vor Ort gemeinsam mit Ihrem musikalischen Helden ausdrucken lassen, Das außergewöhnliche Erinnerungsstück kostete umgerechnet je nach Ausführung von 116 bis 230 Euro.

Großes Interesse an 3D-Figuren

Das Interesse an den 3D-Figuren als Merchandise für Fans fand großen Anklang. Christian Dauert erhielt daraufhin einige Anfragen internationaler Künstler, die auf ihren Shows ebenfalls 3D-Figuren als Fanartikel anbieten möchten. Das Startup Unternehmen erwartet in nächster Zeit hohe Umsätze für Hersteller und Stars.

Schenke Erinnerung als individuelle 3D-Figur

Zahlreiche Erinnerungsfotos und Selfies werden heute tagtäglich geknipst. Viele fristen ihr Dasein dann in den digitalen Weiten des Mobiltelefons. Wer aber nun das Familienfoto oder ein Erinnerungsfoto ins Regal stellen möchte, kann das mittels moderner Technik in 3D-Form machen. Besonders als Geschenkidee kommt die gedruckte 3D-Figur besonders gut an, so kann man sich das Erinnerungsfoto als Figur ins heimische Regal stellen und hat stets ein schönes Erinnerungsstück vor Augen.

3D kann zwar noch nicht kochen…

Aber er kann Kuchen erstellen, Pizza drucken und andere Leckereien zaubern. Wie das funktioniert ist im Prinzip ganz einfach: Anstatt mit Tinte zu arbeiten, druckt der Computer mit Lebensmittel. Man kann sich die Lebensmittelpatronen vorstellen, wie die eines Tintenstrahldruckers nur wesentlich größer. Aufgrund der verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten, kann der Drucker das gewünschte Produkt „drucken“. Diese Kombination entsteht durch die vorgegebenen Möglichkeiten.

Die Drucker erstellen eine Art Zuckerpapier, die dann mit anderen Lebensmitteln belegt werden können. Andere benötigen anstatt normalem Papier eine Form von Esspapier, das in den „Papiereinzug“ eingelegt wird. Die Lebensmittelfarbe wird dann auf dieses Papier gedruckt, ähnlich dem Prozess eines Tintenstrahldruckers. Um Torten zu verfeinern, werden verschiedene Zuckergüsse auf diese gedruckt.

Das Problem der Haltbarkeit

Um Obst, Gemüse oder weitere aufwendigere Sachen herzustellen, benötigt man andere Syntheseverfahren. Diese kann man nur erlangen, wenn die Zutaten der gedachten Lebensmittel entschlüsselt sind und diese auch in der Haltbarkeit verlängert werden können. Erst dann ist es möglich auch umfangreichere Lebensmittel herzustellen.

Sie können z. Z. lediglich Backsachen erstellen und diese mit Süßwaren verfeinern oder, ähnlich wie bei einer Pizza, belegen. Dennoch werden die Drucker weiterentwickelt und Ideen bzgl. der Herstellung von Obst oder Gemüse gibt es schon. Hier werden Geschmäcker in Form von kleinen Tropfen gedruckt. Dennoch ist das Verfahren noch sehr aufwendig und es benötigt umfangreiches Fachwissen, um den richtigen Geschmack einer bestimmten Sorte zu erreichen.

Von Preiswert bis Luxuriös

Die Kosten eines Lebensmitteldruckers beginnen bei etwa 150 Euro. Wobei die günstigsten Drucker gerade mal Esspapier bedrucken können. Um umfangreichere Sachen, wie z. B. Schokoladenerzeugnisse drucken zu können, benötigt man einen Schokoladendrucker. Hier finden sich die Kosten in einem vier stelligen Bereich wieder.

Vorteile sind, dass gewisse Drucker unterstützend im Bereich des Konditors o.ä. sein können. Sollten Lebensmitteldrucker auch richtige Lebensmittel herstellen können, so könnte sich einiges weltweit verändern. Man benötigt keine riesigen Flächen, um Gemüse oder Obst anzubauen, sondern könnte dieses einfach mit Hilfe der Drucker erstellen.

Der Nachteil momentan ist, dass man für jede Art des Druckens einen bestimmten Drucker braucht, z. B. einen Schokoladendrucker, um Schokolade zu drucken. Weiterhin sind die Kosten eines komplexen Druckers noch sehr hoch.

Durchsichtig, schillernd und vielfältig einsetzbar

Aufgrund der Vielzahl von Druckmaterialien, welche für den 3D-Druck genutzt werden können, fanden Forscher und Wissenschaftler heraus, dass auch Glas für den 3D-Druck verwendet werden kann. Glas lässt sich sehr viel besser verarbeiten als Beton und härtet schneller aus. Man benötigt lediglich interessanterweise Siliziumsand, welcher in großem Umfang auf der Erde vorhanden ist. Kombiniert mit Natriumcarbonat, Dolomit, Kalk und weiteren additiven Fertigungsmaterialen lässt der Siliziumsand zahlreiche weitere Anwendungen zu. Dies macht den 3D-Druck mit Glas zu einer sehr lukrativen und interessanten Technik.

Funktionsweise des 3D-Druckers

Ein Ofen, der beim 3D-Druck mit Glas als Extrusionseinheit dient, verfügt zum einen über eine Gas- oder Stromversorgung und zum anderen ein Wärmeableitungssystem. Seine Kapazität liegt bei wenigen Litern bis zu einigen Kubikmetern, obwohl beispielsweise schon 30 Liter für den 3D-Druck einer Glasmauer genügen. Um die Strukturen von beispielsweise Wänden und Böden zu glätten, kann man Plasmabrenner benutzen.

Falls die Kosten der Kühlung reduziert werden sollen, können laut russischen Forschern auch Glaswände einen isolierenden Effekt erzielen (z. B. als Innenwände für Kühllager). Der Anwendungsbereich der 3D-gedruckten Glaswände reicht bis hin zu Krankenhäusern, in welchen diese auch problemlos sterilisiert werden können.

3D-Druck in der Praxis

In der Praxis haben Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) einen 3D-Drucker entwickelt, welcher mit Glas arbeitet. Das Verfahren wird G3DP genannt.

Zwei übereinandergestapelte Kammern aus Keramik bilden das Grundkonzept des Druckers. In der ersten Kammer befindet sich ein Schmelztiegel, in welchen das Glas eingefüllt wird. Mithilfe einer separat beheizten Düse läuft dieses von der ersten bis in die zweite Kammer. In dieser zweiten Kammer ist eine Druckplattform integriert. Der gesamte Schmelztiegel wird während des Druckvorgangs verschoben.

Das Glas wird auf 1.000 Grad erhitzt und in der zweiten Kammer auf 550 Grad abgekühlt. Mit dieser Druckeinheit lassen sich Strukturen schaffen, welche bei Raumtemperatur abkühlen muss. Aufgrund der Scharfkantigkeit der hergestellten Strukturen müssen diese danach noch manuell nachbearbeitet werden. Dieses Problem gilt es anderweitig zu lösen.

In näherer Zukunft werden sich höchstwahrscheinlich weitere imposante Einsatzmöglichkeiten des 3D-Drucks mit Glas ergeben.

Instrumente aus dem 3D Drucker

Am Anfang der 3D Druckergeschichte gab es lediglich 3D Objekte, die mit einer Art Plastiktinte gedruckt wurden. Es gibt Lebensmitteldrucker und sogar Drucker, die können auch schon Musikinstrumente drucken.

Wie ist das möglich?

Das Musikinstrument muss genaustes abgemessen werden, in den Rechner übertragen werden und der 3D Drucker druckt mit Hilfe spezieller Toner das Musikinstrument Schicht für Schicht nach. Der Prozess ist sehr langwierig. Diese Prozedur wurde an dem Mundstück des originalen Saxophons von Adolphe Sax durchgeführt. Dennoch ist ein großes und fachspezifisches Team von Nöten. Ein ganzes Instrument zu Drucken ist zwar möglich, aber sehr zeitaufwendig. Weiterhin ist der Klang des Gegenstandes fraglich. Umfangreiche Instrumente können noch nicht gedruckt werden oder der Aufwand ist so Kostspielig und Zeitaufwendig, dass es sich nicht lohnen würde. Möglich ist es aber die Konstruktion bzw. den Rahmen drucken zu lassen. Ziel der Branchen ist es, dass man sich sein Musikinstrument im Netz erstellen und dieses dann einfach „drucken“ kann.

Ob die richtigen Musiker in der Zukunft Ihre Musikinstrumente drucken wollen ist fraglich. Die Meisten sind an ihrem Instrument gebunden. Die Identifizierung mit einem gedruckten Instrument würde fehlen. Andererseits kann man sein eigenes Musikinstrument drucken und zusätzlich seinen Namen zusätzlich dem Musikinstrument hinzufügen. Musikgruppen könnten Ihr eigenes Logo auf jedes einzelne Instrument einfügen. Ein weiterer Vorteil ist es, das man „schnell“ Ersatzteile drucken kann, oder sie schon im Vorfeld gedruckt zu haben, ohne weitere große Kosten leisten zu müssen.

Komplexere Instrumente sind noch Zukunftsmusik

Die Technologie des 3D Druckers ist aber nicht so weit, dass komplexe Instrumente hergestellt werden können. Die Tinte ist nicht fein genug und die Planung nicht ganz ausgereift. Es gibt sehr wenige Ergebnisse, dennoch wurde bereits eine spielbare Violine gedruckt. Vor Jahren hat man sich über die Erfindung des Handys gefreut und jeder weiß, dass der Anfang des Handys noch sehr durchwachsen war. Während man damals nur SMS schreiben konnte, kann man heute ein Handy schon fast mit einem Computer vergleichen. Daher kann man auf die Zukunft gespannt sein.

Nachteile hat ein Fortschritt immer. Da das Drucken eigener Musikinstrumente günstiger ist, als das Kaufen der Ware, so werden viele Hersteller im Umsatz einbüßen müssen ggf. von der Bildfläche verschwinden.

Ein Van Gogh für 25.000 Euro?

Nicht ganz. Aber aus der Forschung an Gemälden entstanden völlig neue Möglichkeiten für Kunstliebhaber. Zwar übersteigt der Preis bei weitem den eines Posters, das Produkt ist aber vom Original nur vom absoluten Fachmann zu unterscheiden. Und so kostet es bei gleicher Anmutung nur einen Bruchteil der Vorlage, denn Van Goghs werden im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich gehandelt.

Die Firma Fujifilm hatte die Idee, eine Technologie, die bis dahin eingesetzt worden war, um Gemälde zu untersuchen, weiterzuentwickeln, um atemberaubend ähnliche Kopien von Kunstwerken herzustellen. Die Aussicht, etwas Geld für die Renovierung seines Hauses und den Erhalt der Sammlung dazu zu verdienen, bewog den Direktor des Amsterdamers „Van Gogh Museums“ zur Kooperation. Interessiert daran, neue Märkte zu erschließen stellte das Museum einige Gemälde für das Projekt zur Verfügung.

Und so konnten bisher die fünf Gemälde „Mandelblüte“, „Sonnenblumen“, „Sturmhimmel“, „Die Ernte“, „Feld“ und „Boulevard de Clichy“ des niederländischen Künstlers Vincent van Gogh in einem aufwendigen Verfahren präzise nachgebildet werden. Fujifilm hat den Produktionsprozess „Reliefographie“ getauft, am Ende entsteht als Ergebnis ein „Relievo“.

Die Technik dahinter

Zuerst muss das Kunstwerk in multidimensionalen Scans erfasst werden. Die Gemälde van Goghs, mit ihrem unvergleichlichen Impasto – dem plastischen Farbauftrag, bieten sich hier förmlich an. Das gesamte Kunstwerk wird sorgfältig abgescannt, inklusive des Rahmens und der Rückseite. Dabei entgeht kein Detail, denn jeder Pinselstrich, jede Schattierung, alle Einzelheiten werden in Form und Farbe erfasst. Dieser Prozess hat bei den Bildern aus dem Van-Gogh-Museum jeweils etwa drei Monate gedauert.

Der anschließende Druck nimmt bedeutend weniger Zeit in Anspruch. Dennoch ist es derzeit nicht möglich, mehr als drei der extrem hochaufgelösten Stücke pro Tag zu produzieren. Noch das kleinste Detail wird wiedergegeben, jeder Riss im Rahmen, jede Notiz auf der Rückseite und natürlich die ungeheure Plastizität der Maltechnik des Künstlers. Die Gemälde werden jeweils in einer Edition von 260 Stück aufgelegt. Jedes ist mit einem speziellen Siegel versehen, um Missbrauch zu vermeiden.

Ganz allgemein eröffnet die 3D-Technologie die Möglichkeit, Kunstwerke ganz anders erfahrbar zu machen. So können beispielsweise Bildungseinrichtungen mit den Reproduktionen neue Lernformen erkunden und z. B. die Haptik der bisher unberührbaren Werke erlebbar machen.

Schnelleres Drucken von 3D-Objekten

Das CLIP-Verfahren, auch bekannt als „Continuous Liquid Interface Production“ stammt aus dem Hause Carbon3D. Dieses Verfahren wurde entwickelt, um die 3D-Technologie weiterhin, auch in Zukunft zu fördern. Dadurch, dass andere 3D-Drucker langsamer und nicht so flexibel funktionieren, wie dieses Produkt, hebt sich das Unternehmen mit dem eigenen Produkt deutlich von der Masse ab und macht gleichzeitig Werbung damit. Das Produkt von Carbon3D soll um einiges schneller sein, als die normalen Geräte. Nämlich um 100 Mal schneller. Das CLIP-Verfahren ist in der Lage sämtliche Objekte in 3D-Form auszudrucken. Dies gewährleistet das Unternehmen ausdrücklich.

100 Mal schneller als bisherige Verfahren

Dies funktioniert folgender Maßen. Das Zusammenspiel zwischen dem genauen Materialverbrauch und auch den chemischen Prozessen ermöglicht eine schnelle Arbeit der bestellten Objekte, da diese als ganze Form erstellt werden und nicht Schicht für Schicht gedruckt werden müssen. Damit sind eine optimale Qualität und auch eine schnellere Arbeitsweise gewährleistet.

Der Prozess ist in der Erklärung einfacher, als bei der tatsächlichen Entstehung der Produkte. Dieser ist nämlich wie folgt beschrieben. Das Kunstharz wird auf die Plattform des 3D-Druckers gelegt und schmilzt durch das UV-Lichts von unten her. Gleichzeitig härtet er aus. Die Plattform hat unterhalb ein Fenster, das Sauerstoff freisetzen kann. Dieser wird während des Prozesses ausgestoßen, damit der Harz nicht zu früh aushärtet. Der Querschnitt der Form, die gewünscht ist, macht das Endprodukt deutlich.

Das Herz des Druckers

Die Plattform des Druckers, die in Bewegung ist, wird auch als „Build-Platform“ bezeichnet. Diese wird an den Harz gesetzt. Das ist genau im Herzen des Druckers, dort, wo alles stattfindet. Dabei handelt es sich um ein Fenster, das sowohl lichtdurchlässig und sauerstoffdurchlässig ist, ganz ähnlich, wie bei einer Kontaktlinse.

An diesem Punkt wird die Zufuhr des Sauerstoffs kontrolliert. Dabei kann es durch das sogenannte CLIP-Verfahren möglich werden, dass eine tote Zone, auch genannt als „Dead Zone“ entsteht. Dies ist der genaue Ort, wo eine minimale Schicht zwischen dem Harz, das nicht gehärtet ist und dem Objekt und dem Fenster entsteht. Deshalb kann sich das Objekt hier aus dem Harz aufbauen, ohne dass der Prozess hier stoppt. Eine regelmäßige Sequenz aus zusätzlichen UV-Bildern wird hergestellt und das Objekt kann aus dem Harzbad genommen werden. Der gesamte Prozess wird von moderner Software gesteuert.

Geschichte des 3D Drucks

Anfänglich hatten die Entwickler der additiven Fertigung ursprünglich lediglich die vereinfachte Herstellung von Prototypen im Sinn. Bereits 1981 veröffentlicht in Japan Hideo Kodama einen Bericht über die Möglichkeit zum schichtweisen „Rapid Prototying“ unter Verwendung von Polymeren.

Drei Jahre später stellte Charles Hull schließlich die Stereolithografie vor. Hierbei wird ein flüssiges Photopolymer verwendet, das unter Lichteinwirkung aushärtet. Ein UV-Laser erzeugt so Schicht für Schicht das Modell im Polymerbad.

1992 brachte Hulls Firma „3D-Systems“ mit der selektiven Lasersintermaschine (SLS) eine verbesserte Technologie auf den Markt, bei der nunmehr der Laser das Modell in einem Pulver erzeugte. Nach wie vor waren die Geräte enorm teuer und die Qualität der Ergebnisse bot noch viel Raum für Verbesserung.

Die Nullerjahre

Zur Jahrtausendwende begann die medizinische Forschung die Möglichkeiten des 3D-Drucks zu erkennen. Der Damm war gebrochen, nachdem eine im 3D Druck erzeugte Struktur einer menschlichen Blase, auf der Zellen eines Patienten angesiedelt worden waren, dieser als funktionierendes Organ erfolgreich implantiert worden war. Bald folgten Miniaturen und Prothesen aller Art. Die Entwicklung der Bioprint-Methode, unter Verwendung ausschließlich menschlicher Zellen, war die logische Konsequenz.

Auch das Interesse der Open Source Community war jetzt geweckt. Der von einer Initiative um Dr. Adrian Bowyer entwickelte 3D-Drucker „Darwin“ stellte 2006 erstmals selbst ein Bauteil her, dass ihm anschießend eingebaut wurde. 2008 war er in der Lage, alle seine Kunststoffteile selbst zu produzieren. Es entstand ein Netzwerk von Druckern auf der ganzen Welt, die es überall Menschen ermöglichen, ihre Ideen Realität werden zu lassen.

Die Industrie zog nach und so vollzog sich die Demokratisierung auch im kommerziellen Sektor. Die Geräte wurden erschwinglicher und rentabel. Der Weg für die industrielle Massenfertigung im 3D-Druckverfahren war nun geebnet. Das Startup „Objet“ brachte ein Gerät auf dem Markt, dass unterschiedliche Materialen drucken konnte und es entstanden Plattformen wie „Shapeways“, wo Austausch und Produktion im 3D-Verfahren Hand in Hand gehen.

Stürmische Weiterentwicklung bis heute

Die Kosten für 3D-Drucke sinken seither kontinuierlich. Immer neue Bevölkerungsgruppen erhalten Zugang zu den Technologien. Immer präzisere und robustere Werkstücke entstehen aus immer mehr Materialien. Schmuck, Autos, Lebensmittel oder Flugzeuge und sogar Häuser – der Phantasie sind eigentlich keine Grenzen gesetzt.

Der 3 – D Drucker: Merkmale und Möglichkeiten

Ganz allgemein betrachtet handelt es sich beim 3D-Drucker um eine besonders leistungsfähige Maschine, die in der Lage ist, Werkstücke in dreidimensionaler Gestaltung auszudrucken. Eine entsprechende Programmierung gewährleistet den Druckvorgang, bei dem aus flüssigen oder auch in Pulverform verfügbaren Materialien bestimmte Maße und Formen hergestellt werden.

Zu den mit Abstand bedeutsamsten Techniken gehören dabei Laserschmelzen, selektives Laserintern, die Stereolithographie oder auch das Polyjet – Modeling, wobei jedes Verfahren an einen bestimmten Werkstoff wie etwa Metall oder Keramik gebunden ist.

Ein ganz entscheidender Vorteil beim 3D-Druck ist der geringe Materialaufwand: Komplizierte Formen müssen nun nicht mehr im Vorfeld der Produktion hergestellt werden, auch ein ständiges Wechseln ist nicht nötig, man kann 3D drucken lassen. Deshalb sinkt zudem auch der Energieverbrauch beträchtlich, schließlich wird das gewünschte Werkstück nur einmal ausgedruckt und das sofort in der richtigen Größe und im berechneten Volumen.

Während die gerade aktuellen 3D-Drucker noch überwiegend mit einzelnen Werkstoffen arbeiten, gibt es bereits die ersten Maschinen für den multiplen Druck, zumindest in der Testphase. Es ist offensichtlich, dass diese Geräte einmal den Markt dominieren werden, da sich mit ihnen Werkstücke aus unterschiedlichen Stoffen zusammenfügen und herstellen lassen. Dadurch werden Härte, Abrieb, Stoßfestigkeit oder einfach nur die Gestaltung noch variabler und ein Arbeitsprozess, der heute noch in mehreren Abschnitten durchgeführt werden muss, lässt sich dann in einem Guss erledigen.

Schon diskutieren Wissenschaft und Philosophie, aber auch so manche Politiker über den gesellschaftlichen und kulturellen Einfluss dieser Geräte: Werden sie tatsächlich die Welt verändern? Wird der Mensch mit Hilfe des 3D-Prints kreativer oder wird er die Maschinen in erster Linie zur schnellen und einfachen Produktion von Waffen nutzen? Noch bleibt die individuelle Herstellung von Werkstücken recht aufwendig und es lohnt sich kaum, zum Beispiel im Handel erhältliche Serienartikel zu Hause zu kopieren und auszudrucken. Aber das wird sich bald ändern und dann werden sich weitere Fragen nach der Bedeutung dieser möglicherweise „Dritten Industriellen Revolution“ abzeichnen.

3D Waffen drucken lassen?

Die Behörden sind besorgt, die Maschine der Legislative hat sich in Bewegung gesetzt: Warum die Aufregung? Die 3D Druck Technology erlaubt es Privatpersonen funktionsfähige Waffen zu drucken. Der Berliner 3D-Druck Service Objectplot.de hat schon mehrfach anfragen erhalten und reagierte kürzlich mit einer Stellungnahme.

New Yorker Politiker haben auf die Aktionen der Waffendrucker von der Gruppe Defense Distributed reagiert: Sowohl im Parlament des Bundesstaates als auch im Stadtrat von New York City (NYC) sind Gesetze gegen gedruckte Waffen in Vorbereitung.

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