Gliedmaßen erstellt mit dem Drucker

Es gibt viele Menschen auf der Welt, die Aufgrund eines Unfalles fehlende Gliedmaßen haben. Das Problem sind auch in vielen Teilen der Entwicklungsländer gibt es viele Minenopfer. Vor allem in ärmeren Regionen der Welt gibt es keine finanzielle Unterstützung für solche Menschen. Denn Prothesen sind teuer. Doch dies kann sich bald ändern. Das System funktioniert ähnlich wie bei einem Bodyscanner. Nachdem die Stelle des Ansatzes an dem das jeweilige Glied fehlt umfangreich von verschiedenen Positionen fotografiert wurde, werden diese Daten in den Rechner gegeben. Mit Hilfe eines bestimmten Programmes kann nun eine Prothese berechnet und erstellt werden. Diese Arbeit dauert nur wenige Minuten. Dann folgt der übliche 3D-Druck, in dem die Prothese Schicht für Schicht gedruckt wird. Dies ist die längste Phase, die eine Zeit von fast 30 Stunden braucht. Die bedruckte Prothese wird mittels Silikon ausgekleidet, um es bequemer zu machen.

Warum gibt es sie noch nicht?

Aufgrund der noch nicht hundertprozentigen ausgereiften Technologie entstehen häufig noch Fehldrucke. Auch ist das Druckmaterial noch sehr teuer, so dass Forscher versuchen anderes Material zu finden, dass den täglichen Anforderungen einer Prothese im Einsatz gerecht werden. Es ist ihnen mittlerweile gelungen einfachstes Plastik zu verarbeiten, um daraus dementsprechende Druckmaterial zu erstellen. Im nächsten Jahr sollen die ersten gedruckten Prothesen getestet werden. Ein weiterer Vorteil für die Betroffenen aus ärmeren Ländern ist, dass diese nicht großartig stationär behandelt werden müssen. Durch die kurzen Scanzeiten können Fachleute zu den Patienten und die gescannten Informationen direkt weiterleiten.

Wo wird gedruckt?

Zurzeit befindet sich ein Unternehmen, das druckt, in Europa. Dadurch fallen noch weitere Kosten an, wie die Transportkosten. In naher Zukunft könnten dann 3D-Drucker in den Bereichen direkt vor Ort eingesetzt werden. Außerdem benötigt man kaum spezialisierte Leute für die Bedienung eines solchen Gerätes.

Was kostet eine Prothese?

Das derzeitige Material zum Drucken von Prothesen kostet um die 20 Euro pro Kilogramm. Die gesamte Produktion und den Transport in die Region der ärmeren Länder kostet eine einfache Prothese etwa 150 Euro. Sollten die Drucker in der Region direkt eingesetzt werden können, mit dem günstigen Plastikmaterial, könnte eine einfache Prothese bei etwa 10 Euro liegen. Für jemanden aus der 3. Welt ist diese ein relativ erschwinglicher Preis.