Der 3 – D Drucker: Merkmale und Möglichkeiten

Ganz allgemein betrachtet handelt es sich beim 3D-Drucker um eine besonders leistungsfähige Maschine, die in der Lage ist, Werkstücke in dreidimensionaler Gestaltung auszudrucken. Eine entsprechende Programmierung gewährleistet den Druckvorgang, bei dem aus flüssigen oder auch in Pulverform verfügbaren Materialien bestimmte Maße und Formen hergestellt werden.

Zu den mit Abstand bedeutsamsten Techniken gehören dabei Laserschmelzen, selektives Laserintern, die Stereolithographie oder auch das Polyjet – Modeling, wobei jedes Verfahren an einen bestimmten Werkstoff wie etwa Metall oder Keramik gebunden ist.

Ein ganz entscheidender Vorteil beim 3D-Druck ist der geringe Materialaufwand: Komplizierte Formen müssen nun nicht mehr im Vorfeld der Produktion hergestellt werden, auch ein ständiges Wechseln ist nicht nötig, man kann 3D drucken lassen. Deshalb sinkt zudem auch der Energieverbrauch beträchtlich, schließlich wird das gewünschte Werkstück nur einmal ausgedruckt und das sofort in der richtigen Größe und im berechneten Volumen.

Während die gerade aktuellen 3D-Drucker noch überwiegend mit einzelnen Werkstoffen arbeiten, gibt es bereits die ersten Maschinen für den multiplen Druck, zumindest in der Testphase. Es ist offensichtlich, dass diese Geräte einmal den Markt dominieren werden, da sich mit ihnen Werkstücke aus unterschiedlichen Stoffen zusammenfügen und herstellen lassen. Dadurch werden Härte, Abrieb, Stoßfestigkeit oder einfach nur die Gestaltung noch variabler und ein Arbeitsprozess, der heute noch in mehreren Abschnitten durchgeführt werden muss, lässt sich dann in einem Guss erledigen.

Schon diskutieren Wissenschaft und Philosophie, aber auch so manche Politiker über den gesellschaftlichen und kulturellen Einfluss dieser Geräte: Werden sie tatsächlich die Welt verändern? Wird der Mensch mit Hilfe des 3D-Prints kreativer oder wird er die Maschinen in erster Linie zur schnellen und einfachen Produktion von Waffen nutzen? Noch bleibt die individuelle Herstellung von Werkstücken recht aufwendig und es lohnt sich kaum, zum Beispiel im Handel erhältliche Serienartikel zu Hause zu kopieren und auszudrucken. Aber das wird sich bald ändern und dann werden sich weitere Fragen nach der Bedeutung dieser möglicherweise „Dritten Industriellen Revolution“ abzeichnen.

3D Waffen drucken lassen?

Die Behörden sind besorgt, die Maschine der Legislative hat sich in Bewegung gesetzt: Warum die Aufregung? Die 3D Druck Technology erlaubt es Privatpersonen funktionsfähige Waffen zu drucken. Der Berliner 3D-Druck Service Objectplot.de hat schon mehrfach anfragen erhalten und reagierte kürzlich mit einer Stellungnahme.

New Yorker Politiker haben auf die Aktionen der Waffendrucker von der Gruppe Defense Distributed reagiert: Sowohl im Parlament des Bundesstaates als auch im Stadtrat von New York City (NYC) sind Gesetze gegen gedruckte Waffen in Vorbereitung.

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Warum 3D Druck unsere Welt verändern wird

3D-Drucker, wie z.B. der von Fabbster, sind der neuste Trend in der Computertechnik und es besteht ein recht großer Konsens zwischen Zukunftsforschern, Philosophen und Soziologen, dass es nicht bei einem Trend bleiben dürfte. Vielmehr könnte das Verfahren, so es denn eines Tages völlig ausgereift ist, das heißt vielseitig, flexibel, preiswert und für Jedermann umsetzbar wird, zu einer Grundlage des menschlichen Handelns werden.
Die Kulturgeschichte des Menschen zeigt die immense Bedeutung des Handwerks, der Produktion von Gebrauchsgütern. Schon die Herstellung des ersten Faustkeils ging offenbar auf eine Art Lernprozess zurück, der Zweck und Nutzen mit dem persönlichen Willen eines (Ur)menschen zusammenbrachte. Es erschien unseren Vorfahren sinnvoll, sich etwas auszudenken und es dann zu produzieren. Freilich ist es auch anders möglich, durch Zufall und durch Beobachtung, doch wäre der Mensch jenes intelligente und weit entwickelnde Wesen, wenn er nur beobachtet und kopiert hätte? Vielmehr waren Kreativität und Vorstellungskraft nötig und sind es bis heute geblieben, wenn es um Entwicklung und Fortschritt geht.

Der 3D-Drucker könnte diese Prozesse beschleunigen, denn er erlaubt es schon bald, sich beliebig mit Gütern einzudecken, die bisher patentiert beziehungsweise nur im Handel erhältlich waren. Das bloße Kopieren wird jedoch zugleich von der immensen Fähigkeit zur Imagination begleitet, so dass die Drucker natürlich auch zur Umsetzung von Kunstwerken und ganz eigenen Vorstellungen werden. Es braucht dann für eine vielleicht entscheidende Verbesserung der Welt nicht mehr den Tüftler in der Dachkammer oder den Forscher im Labor, sondern die Zusammenarbeit vieler Amateure kann mit Hilfe von 3D-Printing möglicherweise entscheidende Ergebnisse hervorbringen. Klar, auch die üblichen Verdächtigen werden sich zusammentun und versuchen, etwa fleißig Waffen zu produzieren, was freilich nur eine negative Kehrseite dieser Entwicklung ist. Doch solche Subjekte würden sich ohnehin ihre Pistolen und Gewehre besorgen, der Zorn ist schließlich kein Ergebnis kreativen Handelns, sondern geht in der Regel auf soziale (oder als solche empfundene) Ungerechtigkeit zurück.
Simulationen werden in Zukunft einfacher, Produktionsprozesse können schneller und gezielter ablaufen. Das wird den Energieverbrauch günstig beeinflussen und auch die verwendeten Materialien können sparsamer eingesetzt werden, als das bei früheren Verfahren der Fall war.
3D-Drucker werden die Welt in jedem Fall verändern. Welchen Umfang diese neue, vorgeblich „Dritte industrielle Revolution“ haben wird, lässt sich jedoch kaum abschätzen, da dies natürlich auch von ganz anderen Prozessen im menschlichen Miteinander abhängen mag.